Verändern Menschen ihre klimabezogenen Meinungen, wenn sie erfahren, dass Tausende protestiert haben? Zwei Survey-Feldexperimente untersuchten, wie die Teilnehmendenzahl bei großen Klimademonstrationen die Ansichten politisch interessierter Personen im Kontext einer deutschen Bundestagswahl prägte. Die Teilnehmendenzahl erhöhte die wahrgenommene Wirksamkeit der Bewegung signifikant, insbesondere bei stärker involvierten Teilnehmenden, und steigerte möglicherweise auch die interne politische Wirksamkeit. Pro-ökologische Einstellungen und Wahlabsichten blieben unverändert. Protesttage scheinen eher kollektive Handlungsfähigkeit zu signalisieren, als unmittelbare Einstellungsänderungen auszulösen.